Der ultimative Ratgeber für Brennholz: Richtig auswählen, lagern und heizen

Brennholz ist eine bewährte und umweltfreundliche Heizmethode, die bei richtiger Auswahl und Lagerung optimale Wärme liefert. Die Wahl zwischen verschiedenen Holzarten, das Verständnis für Maßeinheiten und die korrekte Lagerung entscheiden über Effizienz und Heizkomfort. Dieser umfassende Ratgeber erklärt alles Wichtige rund um Brennholz - von der Auswahl der passenden Holzart bis hin zur fachgerechten Trocknung und Lagerung.

Der ultimative Ratgeber für Brennholz: Richtig auswählen, lagern und heizen

Die richtige Wahl und Handhabung von Brennholz macht den Unterschied zwischen einer effizienten, kostengünstigen Heizung und verschwendeter Energie. Ob für den gemütlichen Kaminabend oder als Hauptheizquelle - qualitatives Brennholz sorgt für gleichmäßige Wärme und reduziert sowohl Kosten als auch Umweltbelastung. Verschiedene Holzarten bieten unterschiedliche Eigenschaften, die je nach Verwendungszweck optimal genutzt werden können.

Die Wahl der richtigen Holzart: Laubholz oder Nadelholz?

Die Entscheidung zwischen Laubholz und Nadelholz hängt vom gewünschten Heizzweck ab. Laubhölzer wie Buche, Eiche oder Birke brennen langsamer und gleichmäßiger, während Nadelhölzer wie Fichte oder Kiefer schneller anbrennen und höhere Flammen entwickeln. Für konstante Wärme über längere Zeiträume eignet sich Laubholz besser, während Nadelholz ideal zum Anheizen oder für kurze, intensive Wärmephasen ist. Die Harze in Nadelhölzern können jedoch zu stärkerem Funkenflug führen, was bei offenen Kaminen zu beachten ist.

Hartholz (Laubholz): Der ausdauernde Wärmespender

Hartholz zeichnet sich durch seine hohe Dichte und den entsprechend hohen Heizwert aus. Buche gilt als Klassiker unter den Brennhölzern und liefert gleichmäßige, langanhaltende Wärme mit wenig Funkenbildung. Eiche brennt noch länger, ist jedoch teurer und schwerer zu entzünden. Birke bietet eine gute Balance zwischen Heizwert und einfacher Entzündung, während Esche ähnliche Eigenschaften wie Buche aufweist. Hartholz benötigt längere Trocknungszeiten, bietet dafür aber deutlich mehr Wärmeenergie pro Volumen.

Weichholz (Nadelholz): Der schnelle Anheizer

Nadelholz eignet sich hervorragend als Anzündholz oder für schnelle Wärmeschübe. Fichte und Tanne brennen zügig an und entwickeln hohe Flammen, haben aber einen geringeren Heizwert als Laubhölzer. Kiefer enthält mehr Harz und brennt intensiver, kann aber zu stärkerem Rußaufbau im Schornstein führen. Lärche stellt eine Ausnahme unter den Nadelhölzern dar, da sie härter ist und einen höheren Heizwert bietet. Weichhölzer trocknen schneller als Harthölzer und sind oft günstiger in der Anschaffung.

Maßeinheiten für Brennholz verstehen

Beim Brennholzkauf begegnen verschiedene Maßeinheiten, die Verwirrung stiften können. Ein Raummeter entspricht einem Kubikmeter lose geschichteten Holzes mit Zwischenräumen, während ein Festmeter reines Holzvolumen ohne Lufträume bezeichnet. Ein Schüttraummeter beschreibt geschüttetes, ungeordnetes Holz. Als Faustregel gilt: Ein Festmeter entspricht etwa 1,4 Raummetern oder 2,5 Schüttraummetern. Diese Unterschiede sind beim Preisvergleich verschiedener Anbieter entscheidend, da sich die Kosten je nach Maßeinheit deutlich unterscheiden können.

Brennholz richtig lagern: So bleibt es trocken

Die korrekte Lagerung entscheidet über die Qualität des Brennholzes. Ideal ist ein überdachter, gut belüfteter Platz mit Bodenkontakt durch Paletten oder Balken. Das Holz sollte in Reihen mit Abstand zur Wand gestapelt werden, um Luftzirkulation zu ermöglichen. Frisch geschlagenes Holz benötigt 1-3 Jahre Trocknungszeit, je nach Holzart und Witterung. Die Restfeuchte sollte unter 20 Prozent liegen für optimale Verbrennung. Abdeckung nur von oben schützt vor Regen, während seitliche Belüftung Schimmelbildung verhindert.


Anbieter Holzart Preis pro Raummeter
Lokale Forstbetriebe Buche trocken 80-120 Euro
Brennholzhändler Birke trocken 70-110 Euro
Baumärkte Gemischtes Laubholz 90-140 Euro
Online-Anbieter Eiche trocken 100-150 Euro
Sägewerke Nadelholz trocken 50-80 Euro

Preise, Raten oder Kostenschätzungen in diesem Artikel basieren auf den neuesten verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Laufe der Zeit ändern. Unabhängige Recherche wird vor finanziellen Entscheidungen empfohlen.


Die Investition in hochwertiges, richtig gelagertes Brennholz zahlt sich durch höhere Heizeffizienz und geringeren Verbrauch aus. Mit dem richtigen Wissen über Holzarten, Maßeinheiten und Lagerung lassen sich sowohl Heizkosten senken als auch der Heizkomfort deutlich steigern. Qualitatives Brennholz verbrennt sauberer, produziert weniger Asche und schont gleichzeitig Ofen und Schornstein.