Wie viel kostet ein All-Inclusive-Urlaub auf den Malediven wirklich?

All-Inclusive klingt nach klaren Kosten – doch auf den Malediven beeinflussen Flugpreise, Insel-Transfers, Steuern, Saison und die genaue Leistung des Pakets das Budget deutlich. Dieser Leitfaden erklärt, was typischerweise inkludiert ist, wo Zusatzkosten entstehen und mit welchen realistischen Preisrahmen Reisende für eine Woche zu zweit rechnen sollten.

Wie viel kostet ein All-Inclusive-Urlaub auf den Malediven wirklich?

Die Malediven stehen für puderweiße Strände, türkisfarbene Lagunen und Villen über dem Wasser – und für Preisfragen, die oft erst nach der Buchung sichtbar werden. Wer ein All-Inclusive-Paket wählt, erwartet Planbarkeit, doch zwischen Flug, Transfer, Steuern, Paketdetails und Saisoneffekten summieren sich die Ausgaben schnell. Der folgende Überblick zeigt, wie sich ein realistisches Gesamtbudget zusammensetzt, was tatsächlich inklusive ist und welche Posten häufig unterschätzt werden.

Was bedeutet „All-Inclusive“ auf den Malediven?

Anders als in klassischen Pauschalzielen definieren Resorts auf den Malediven All-Inclusive unterschiedlich. Üblich sind drei Stufen: All-Inclusive (Basis), Premium- oder Ultra-All-Inclusive. Meist eingeschlossen: Frühstück, Mittag- und Abendessen (häufig als Buffet), Hausgetränke per Glas, Kaffee/Tea-Time, teils eine limitierte Minibar sowie nicht-motorisierte Wassersportarten. Häufig ausgenommen sind Premium-Spirituosen, Champagner, À-la-carte-Gänge über ein Limit hinaus, Hummer/Steak-Abende, Zimmerservice, Spa, Tauchen, motorisierte Wassersportarten und viele Ausflüge. Wichtig sind Uhrzeiten, „by-the-glass“-Regeln und Restaurantzugänge, denn sie bestimmen den tatsächlichen Wert des Pakets.

Überblick: Kosten für All-Inclusive-Urlaub

Für eine Woche zu zweit ergeben sich grob folgende Posten: Flüge von Europa nach Malé liegen oft zwischen ca. 650–1.300 EUR pro Person retour (Economy), je nach Airline und Datum. Transfers zur Insel variieren stark: Speedboat (kürzere Distanzen) ist günstiger, Wasserflugzeug (längere Distanzen) merklich teurer. Die Übernachtungspreise reichen bei 4-Sterne-All-Inclusive häufig von etwa 280–450 EUR pro Zimmer/Nacht, bei 5-Sterne-Häusern von etwa 600–1.200 EUR und bei Luxusresorts darüber. Zusätzlich fallen auf den Malediven typischerweise 10 % Servicegebühr, 16 % Tourism GST sowie eine Green Tax von etwa 6 US$ pro Person/Nacht an – teils im Endpreis enthalten, teils separat ausgewiesen.

Flug & Transfers: teurer, als viele erwarten

Direkt- oder 1-Stopp-Verbindungen über Hubs wie Doha, Dubai, Abu Dhabi oder Istanbul beeinflussen den Flugpreis. Saison, Wochentag und Gepäckregeln spielen mit hinein. Der Inselfaktor ist entscheidend: Transfers sind obligatorisch und werden vom Resort organisiert. Speedboats (oft 10–50 Minuten) kosten weniger und sind wetterflexibler. Wasserflugzeuge (ca. 25–45 Minuten) bieten Aussicht, sind jedoch teuer und fliegen nur bei Tageslicht; das Gepäcklimit liegt häufig bei etwa 20 kg plus Handgepäck, Übergepäck wird berechnet. Alternativ gibt es Inlandsflüge plus Speedboat. Diese Transferkosten überraschen viele und sollten frühzeitig ins Budget eingerechnet werden.

Was ist wirklich inklusive?

Selbst innerhalb eines Resorts unterscheiden sich Inklusivleistungen nach Zimmerkategorie oder Paketstufe. Häufig inkludiert sind Softdrinks, lokales Bier, Hauswein und einfache Cocktails per Glas; Flaschenweine, Marken-Spirituosen oder Spezialkaffee kosten extra. À-la-carte-Restaurants sind oft nur teilweise oder per Gutschrift nutzbar. Minibar-Befüllung kann limitiert sein (z. B. einmal täglich Softdrinks). Schnorchelausrüstung ist meist kostenlos, aber Tauchgänge, Jetski oder Parasailing sind aufpreispflichtig. Familien sollten Kinderrabatte und Altersgrenzen prüfen. Ein Blick in die „fine print“ des Resorts verhindert Missverständnisse und hilft, den Mehrwert von Premium- gegenüber Basis-Paketen korrekt zu bewerten.


Product/Service Provider Cost Estimation
Economy-Flug Europa–MLE (RT) Qatar Airways ca. 650–1.200 EUR p. P.
Economy-Flug Europa–MLE (RT) Emirates ca. 700–1.300 EUR p. P.
Speedboat-Transfer (RT) Meeru Island Resort & Spa ca. 120–220 EUR p. P.
Wasserflugzeug-Transfer (RT) Trans Maldivian Airways (über Resort) ca. 300–500 EUR p. P.
All-Inclusive, 4★, Zimmer/Nacht Meeru Island Resort & Spa ca. 280–450 EUR pro Zimmer
All-Inclusive, 5★, Zimmer/Nacht OBLU SELECT Sangeli ca. 600–1.200 EUR pro Zimmer
All-Inclusive, Luxus 5★, Zimmer/Nacht Emerald Maldives Resort & Spa ca. 1.000–2.500 EUR pro Zimmer

Die in diesem Artikel genannten Preise, Tarife oder Kostenschätzungen basieren auf den neuesten verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Laufe der Zeit ändern. Vor finanziellen Entscheidungen wird unabhängige Recherche empfohlen.


Saisonabhängige Preise

Die Hauptsaison von grob Dezember bis April bringt meist die höchsten Raten; Weihnachten/Neujahr und Ferienzeiten sind besonders teuer. Im Sommerhalbjahr (Monsun) sinken die Preise oft deutlich, dafür ist mit mehr Wind und gelegentlichen Schauern zu rechnen, was Wasserflugzeuge und Sichtweiten beeinflussen kann. Schultereasons wie Mai/Juni und September/November bieten oft ein gutes Verhältnis aus Preis und Wetter. Dynamische Preisgestaltung, Frühbucher- und Langzeitrabatte sowie Kombi-Deals (z. B. Upgrade von AI auf Premium AI) können den Endpreis weiter verändern – wichtig ist der transparente Vergleich der Paketleistungen.

Abschließend lohnt es sich, das Gesamtbudget nicht nur über den Übernachtungspreis zu definieren. Der „Inselaufschlag“ durch Transfers, lokale Steuern und paketabhängige Inklusivleistungen ist am Ende entscheidend. Wer Preise vergleicht, sollte daher immer die gleiche Paketstufe, die Transferart, die Steuerhandhabung und den Reisezeitraum gegenüberstellen. So lässt sich ein realistischer Rahmen für einen All-Inclusive-Urlaub auf den Malediven abstecken – von solider Mittelklasse bis hin zu luxuriösen Erlebnissen mit entsprechendem Budget.